FC Bayern hat Schmerzgrenze bei Diomande-Ablöse – Weit unter Vorstellung von RB Leipzig

Jetzt-oder-nie-Situation?  

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Außenstürmer Yan Diomande hat sich in nur 18 Spielen für RB Leipzig nachhaltig in die Notizbücher quasi aller Top-Klubs gespielt und die Sachsen erhoffen sich bei einem Transfer eine Rekordablöse. Zu den Interessenten zählt laut übereinstimmenden Medienberichten auch der FC Bayern. Im „Bild“-Podcast „Bayern Insider“ hieß es nun allerdings, dass die Münchner beim 19-jährigen Ivorer eine Schmerzgrenze hinsichtlich der Ablöse haben, die weit unter den Vorstellungen der Roten Bullen liegt. Obwohl dem Rekordmeister klar sei, dass der kommende Sommer womöglich die einzige Chance ist, Diomande zu verpflichten.

Gerücht
Yan Diomande Y. Diomande RB Leipzig
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Demnach seien die Bayern bereit, maximal 60 Millionen Euro für den Afrika-Cup-Teilnehmer (ein Tor) auf den Tisch zu legen. Einen Verkauf für eine solche Summe hatte Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff, der dem Aufsichtsrat der Leipziger vorsitzt, jüngst bei „Sky“ ausgeschlossen und gar in den Raum gestellt, im Sommer auch bei so manchem anderen Angebot standhaft bleiben zu wollen: „Bei so einem jungen Spieler, den wir gerade geholt haben, kann man ihn nicht nach einem Jahr abgeben. (…) RB Leipzig hat es sich in den letzten Jahren erarbeitet, dass auch Top-Spieler sicher länger bleiben können. Ich als Aufsichtsratschef würde sagen, dass er nächste Saison noch da ist, auch wenn ein Angebot über 80 Millionen oder 90 Millionen Euro kommt.“

Diomande kam im Sommer mit nur zehn Spielen Profierfahrung für 20 Mio. Euro von CD Leganés. Er hat einen Vertrag bis 2030 unterschrieben und seinen Marktwert mit sieben Toren, vier Vorlagen sowie allgemein spektakulären Leistungen bereits auf 45 Mio. Euro gesteigert – mit Tendenz deutlich weiter nach oben. Hier kannst du über Diomandes Marktwert mitdiskutieren.

FC Bayerns Eberl lobt RB Leipzig für Diomande-Transfer

Beim Pay-TV-Sender lobte Bayern-Sportvorstand Max Eberl seinen früheren Verein (2022 bis 2023) am vergangenen Wochenende für den Mut bei der Diomande-Ablöse und gab an, den Spieler auch schon auf dem Radar gehabt zu haben: „Es war ein typischer RB-Transfer. Ein Spieler aus der zweiten Liga, den man spannend findet, dann den Mut zu haben, eine solche Transfersumme auf den Tisch zu legen. Da haben sie einen guten Job gemacht.“ Die Münchner entschieden sich dagegen für den 70 Mio. Euro teuren Luis Díaz (29), einen, wie Eberl sagt, im Vergleich zum Talent Diomande „arrivierten Spieler, wo man eine höhere Verlässlichkeit hat, dass er direkt beim FC Bayern funktioniert“. Der Kolumbianer zahlt das mit herausragender Leistung zurück.

Verlässt Diomande Leipzig erst nach der Saison 2026/27 dürfte er bei gleichbleibender Entwicklung aber noch einmal ein gutes Stück teurer werden. Im „Bild“-Podcast wird daher auf eine mögliche „Jetzt-oder-nie-Situation“ hingewiesen. Verpflichtet der FC Bayern das Top-Talent nicht sofort, stehen die finanzkräftigen englischen Klubs bereit. Die Hemmungen, 2027 eine dreistellige Mio.-Summe zu zahlen, dürften dort deutlich geringer sein.

Dass Diomande im Sommer nicht unbedingt zum Verkauf steht, vor allem in dem Fall, dass die Champions-League-Qualifikation wieder gelingt, hatte auch Geschäftsführer Johann Plenge bei „RBLive“ betont: „Man muss den Klub sukzessive dahin entwickeln, dass die Spieler, nach denen ganz Europa lechzt, vielleicht noch eine Saison länger bei uns bleiben.“ Oder man gebe nicht drei Spieler ab, „sondern nur einen oder zwei. Das ist ein Prozess, der ganz stark davon abhängt, wie wir in unseren sonstigen Umsätzen wachsen: TV-Erlöse, Sponsoring, Business. Es muss das langfristige Ziel sein, neben den Transfereinnahmen die anderen Säulen zu stärken.“

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